Offene Fragen

Bei der technischen Realisierung haben wir bisher die Protokollbearbeitung in den Verarbeitungseinheiten und die Kommunikation über die Verbindungsstruktur getrennt betrachtet. Je nach Zuordnung der Protokollschichten zu den Verarbeitungseinheiten ergeben sich aber stark variierende Kommunikationskosten. Deshalb sollte bei der Bewertung einer Hardwarearchitektur dieses Abbildungsproblem vorher gelöst werden, so dass der interne Kommunikationsaufwand minimal wird. Anschließend können erst verschiedene Verbindungsstrukturen sinnvoll verglichen werden. Diese Entwurfsraumexploration möchten wir in der nächsten Förderphase betrachteten, wobei wir als Abgrenzung gegenüber vorherigen Arbeiten Verbindungsnetzwerke basierend auf der Switch-Box analysieren möchten.

Ein hohes Optimierungspotential ist auch noch in der Paketverarbeitungsbibliothek PPL vorhanden. Die Funktionen zum Verwalten von Paketen (Warteschlangen, Kopfmanipulation, ...) benötigen momentan durch die Verwendung von dynamischer Speicherverwaltung mehrere hundert Taktzyklen. Dadurch erklären sich die hohen Verarbeitungszeiten in Tab. 1. Hier sollte untersucht werden, in wie weit Softwareoptimierungen und Hardwareerweiterungen zur Beschleunigung der Verwaltungsfunktionen führen können. Allerdings ist zu beachten, dass in diesem Projekt die Implementierung neuer Protokolle im Vordergrund steht. Deshalb ist es hier sinnvoll, allgemeine Paketverarbeitungsfunktionen zu optimieren, die in allen Protokollschichten verwendet werden können. Dabei sollte aber das Programmiermodel weiter so komfortable bleiben, dass die Protokolle schnell implementiert werden können.

Diese und weitere offene Forschunsfragen haben wir in dem Antrag für die nächste Förderphase detailliert beschrieben.



Matthias Gruenewald 2003-07-16