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SFB 376 - Teilprojekt A2Forschungsschwerpunkt: Graphzerlegungen |
In der vergangen Antragsphase wurde eine hierarchische Graphzerlegung entwickelt, die für das Virtual Circuit Routing Problem einen Algorithmus mit gutem Competitive-Ratio liefert, der oblivious arbeitet, d.h., die Routingentscheidungen die der Algorithmus trifft sind unabhängig von der aktuellen Netzwerklast. In der kommenden Antragsphase möchten wir die folgenden Probleme behandeln, die sich in diesem Zusammenhang ergeben haben.
Hierbei stellt sich die Frage nach einer unteren Schranke für den Competitive ratio eines Routing-Algorithmus, der oblivious arbeitet. In diesem Teilprojekt wurde eine Schranke von Ω(log n) für Gitternetzwerke gezeigt. Falls Netzwerke existieren, für die die untere Schranke superlogarithmisch ist müßte für diese Netwzerke η = ω(1) gelten. Beispiele für solche Netzwerke sind Expander für die sogar η = Θ(log n) gilt. Expander sind allerdings sehr gute Routingnetzwerke und es ist deshalb sehr einfach einen oblivious-Routingalgorithmus anzugeben, der ein Competitive-Ratio von O(log n) besitzt.
Wir vermuten, dass es für jedes Netzwerk einen Routing-Algorithmus mit einem Competitive-Ratio nahe an log n gibt, der oblivious arbeitet. Allerdings erfordert ein Beweis dieser Vermutung Techniken, die sich grundlegend von den bisher benutzten unterscheiden. In diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage nach einem Algorithmus, der die bestmögliche hierarchische Zerlegung berechnet bzw. approximiert, die für ein gegebenes Netzwerk möglich ist.
Eine weitere wichtige Fragestellung im Zusammenhang mit Routingalgorithmen ist die Frage des Platzbedarfs der für Routingtabellen benötigt wird. Das bisherige Verfahren benötigt einen Speicherplatz von O(d · n · log n) in jedem Knoten mit Grad d. Wir möchten versuchen dieses zu verbessern. Hierbei scheint der Grad des Zerlegungsbaums von besonderer Bedeutung zu sein. Deshalb möchten wir versuchen Netzwerkklassen zu identifizieren, für die ein Zerlegungsbaum mit kleinem Grad gefunden werden kann.
Wir möchten in der kommenden Antragsphase untersuchen ob man für beliebiges p einen Routingalgorithmus entwickeln kann, der fast oblivious ist. Das heißt das Routingentscheidungen nur geringfügig von der Lastsituation abhängen sollten, z.B. nur von der Gesamtzahl der verschickten Nachrichten. Dieses könnte dazu genutzt werden effiziente Routingalgorithmen zu entwickeln, die nur ein geringes Maß an Adaptivität besitzen.